Krümel's grosse Reise

Bogenschießen wie Robin Hood im MKK in Dortmund

Wer kennt ihn nicht? Den Held der spätmittelalterlichen Sage und Balladen? Robin Hood – der Rächer der Enterbten. Die Legende des Rebellen ist bis heute populär. Wie wäre es einmal selbst in die Rolle Robin Hoods schlüpfen zu können? Nottingham Forest zu erkunden, Nottingham Castle zu stürmen und zum Bogenhelden zu werden, wie Robin Hood es einst war? Aktuell ist das möglich und zwar im Museum für Kultur und Kunstgeschichte (MKK) in Dortmund. Wir haben die Familienausstellung für euch getestet.

Robin Hood
Familienausstellung Robin Hood im MKK in Dortmund

Während ich mich krank, aber auf dem Weg der Besserung befindend, lieber noch zuhause auskuriert habe, sind meine Männer mit Krümels bestem Freund und dessen Eltern losgezogen. Ich habe sie hinterher interviewt, um hier über die Ausstellung berichten zu können.

Wie kann ich mir die Ausstellungshalle vorstellen? Was würde ich sehen, wenn ich an der Eingangstür stünde?Einen großen, hallenartigen Raum, in dem quasi viele einzelne „Bühnen“, aufgebaut sind. Diese Bühnen sind Schauplätze von Robin Hoods Leben und zum größten Teil begehbar. Außerdem sieht man natürlich die Schießanlage. Dann gibt es noch einen Durchgang zu einer weiteren kleinen Ausstellung.

Ich finde es immer abschreckend, wenn man im Museum zu viele Texte lesen muss. Wie steht es sich in der Robin Hood Ausstellung damit? Für eine Ausstellung, die ab 5 Jahren freigegeben ist, gab es grenzwertig viele Informationstafeln mit viel Text. Die Kinder in dem Alter können doch noch gar nicht lesen und haben auch keine Lust sich alles vorlesen zu lassen.

Es soll sich trotzdem um eine interaktive Ausstellung handeln. Was konnte man selber machen, wo durfte man mitmachen? Wir Besucher konnten uns mittelalterliche Kleidung und Gewänder anziehen, dann gab es die Möglichkeit selber Slow-Motion-Filme zu drehen. Das haben die Jungs aber nur kurz gemacht. Sie haben lieber Bogenschießen geübt und gespielt. Außerdem konnte man sich kleine Filmszenen über den Helden ansehen, die liefen jedoch teilweise nur stockend oder ohne Ton.

Zwei Jungen auf einem Holzpferd
Wie Robin Hood durch den Wald reiten

Was hat dir und deinem Freund am besten gefallen, Krümel?Die Spielecke, wo man sich verkleiden konnte wie Robin Hood und auf dem Holzpferd reiten. Und dann haben wir noch Bogenschießen gemacht und wir durften 12 Pfeile schießen, viel mehr als sonst (gemeint sind z.B. 3 Schuss auf Mittelalter-Markt o.ä.).

Zwei Jungen an der Bogenschießanlage
Mit Pfeil und Bogen schießen wie Robin Hood

In der Museumsankündigung heißt es, dass den kleinen Besuchern der Unterschied zwischen der einfachen Bevölkerung, die in schlichten Bauernhäusern lebt und der reichen Oberschicht, die in prunkvollen Sälen haust, deutlich gemacht wird. Könnt ihr das bestätigen? Rein optisch schon, allerdings ist es fraglich, ob Kinder diese Transferleistung erbringen (können) ohne die entsprechenden Texte dazu gelesen zu haben bzw. die Geschichte von Robin Hood gut zu kennen. Sie haben die Kulissen einfach zum Spielen genutzt.

Was habt ihr über Robin Hood gelernt? Das musst du den Papa fragen kommt prompt die Antwort vom Krümel. Der Krümel-Papa sagt: Auch dazu hätte man viel lesen müssen, das kann man von Kindern in dem Alter schlecht verlangen. [Zusatz von mir: Ich denke an dieser Stelle wäre es durchaus sinnvoll an einer der angebotenen Führungen teilzunehmen, da können Inhalte dann doch immer besser und kindgerechter transportiert werden.]

Würdet ihr noch einmal hingehen? Ich für mich als Erwachsener würde nicht noch einmal wiederkommen, es war mir, wie schon gesagt, zu viel Text und nichts, was mich persönlich angesprochen hat. Für die Kinder war es aber klasse, sie wollten gar nicht mehr nach Hause. Sie haben noch Tage später vom Bogenschießen geschwärmt und Robin Hood gespielt. Also ein guter Ausflugstipp, gerade bei Regenwetter wie heute, für Familien mit Kindern.

Feuerstelle der armen Bevölkerung
Beispiel für eine Küche der ärmeren Bevölkerung

Fakten zur Sonderausstellung:

„Robin Hood“ ist vom 1. September 2019 bis 19. April 2020 in der großen Ausstellungshalle des Museums für Kultur und Kunstgeschichte in Dortmund zu sehen. Die Ausstellung wurde vom Jungen Museum des Historischen Museums in Speyer entworfen und richtet sich an Kinder ab fünf Jahren und Familien bzw. Erwachsene, die Freude daran haben der Legende mit allen Sinnen nachzuspüren und in die Welt des Mittelalters einzutauchen. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 1000 qm wurden die Schauplätze wie Sherwood Forest, Nottingham Castle und der Marktplatz von Nottingham bühnenartig und als Rundgang nachgebaut; natürlich sind die Aktionsräume begehbar.

Bei der Bogenschießanlage (10 Meter lang) handelt es sich um ein fachlich betreutes Angebot.

An die Robin-Hood -Ausstellung angeschlossen, gibt es noch etwa 150 Fundstücke aus dem Dortmunder Mittelalter zu bestaunen.

Die Familienausstellung ist täglich von 11-18 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise Sonderausstellung:
Erwachsene: 6 € , erm. 3 €,
8-17 Jahre 2,50 €
Familien (zwei Erwachsene mit bis zu vier Kindern): 12 €

Führungen, Workshops und Kindergeburstage sind möglich, sollten aber so früh wie möglich gebucht werden.

Das MKK befindet sich auf der Hansastraße 3 im Stadtzentrum von Dortmund und ist fußläufig in wenigen Minuten vom Hauptbahnhof zu erreichen.

Im Internet ist das MKK unter mkk.dortmund.de zu erreichen.

Birgitta

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