Krümel's grosse Reise

Neuer Wanderführer für Familien im Ruhrgebiet

[Werbung] Wenn wir eines gemacht haben im letzten Jahr, dann war es wandern vor der eigenen Haustür. Wandern mit Kind im Ruhrgebiet. Darin sind wir – wie bestimmt auch viele andere Familien – wahre Weltmeister geworden. Langsam gehen uns bloß die Ideen für neue Ziele aus. Daher war die Freude groß, als ich das Buch „Grüne Oasen im Ruhrgebiet – 40 Wander-und Entdeckertouren für Familien in der Metropolregion“ vom Naturzeit Reiseverlag entdeckt habe. Warum steht da eigentlich nicht mein Name drauf? Natalie Dickmann ist mir zuvor gekommen und weil wir immer dankbar für neue abenteuerliche Routen sind, habe ich kurzerhand nach einem Rezensionsexemplar gefragt. Und vom Verlag auch sofort eines bekommen. Das testen wir heute.

Testphase Osterferien

Die ursprüngliche Idee war die Osterferien zu nutzen, um den Wanderführer ausgiebig in den Osterferien zu testen. Leider waren diese so verregnet, das es letztendlich nur eine Wanderung geworden ist. Die Schlechtwetter-Tage widerum nutzte ich unter anderem dafür mir das Buch von vorne bis hinten genau durchzulesen. Viele Touren und Ausflugstipps kennen wir tatsächlich schon aus eigener Erfahrung, wen wundert das, wo wir doch mitten im Ruhrpott wohnen.

Als ich vor knapp 15 Jahren mehr und mehr in Berührung mit dem Ruhrgebiet gekommen bin, hätte ich niemals gedacht, dass dieser dicht besiedelte Ballungsraum auch ganz viel Natur inmitten der städtischen Infrastruktur versteckt. Und genau deshalb passt der Ruhrpott neben Allgäu und Mecklenburgischer Seenplatte ganz hervorragend in die Buchreihe „Naturzeit mit Kindern“. Denn grüne Oasen haben wir hier rundherum um uns zahlreiche.

Der Wanderführer für Familien

Grüne Oasen im Ruhrgebiet

Wenige Tage nach meiner Anfrage beim Naturzeit Reiseverlag hielt ich das gute Stück in meinen Händen. Gut fühlt es sich an. Handlich. Wie ich mir so das Cover ansehe, frage ich mich, warum da eigentlich nicht mein Name draufsteht? Natalie Dickmann, Niederrheinerin und Mutter eines Sohnes, ist mir zuvorgekommen.

Das Cover ist freundlich gestaltet, so wie man es vom Reiseverlag Naturzeit gewöhnt ist. Insgesamt sind 40 Routen beschrieben, bei den meisten handelt es sich um Wanderungen. Rad-und Kanutouren und mehrtägige Wanderungen sind auch dabei. Geografisch sind die Ziele natürlich hauptsächlich im Ruhrgebiet, wobei es auch Ausläufer an den Niederrhein und ins Sauerland gibt. Die Karten und vielen Bilder laden direkt ein loszulaufen. Ein Infokasten (Touren-Steckbrief) mit Details zum Streckencharakter, Anfahrten, Highlights unterwegs, Einkehrmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten in der Nähe, wie z. B. Zoos, Parks oder Museen, die Kinder interessieren könnten, gehört auch zur jeder Wanderrunde. Einer jeder Route liegt ein Plan und ein Höhenprofil bei. Ebenso kann der Leser auf einen Blick erkennen ab welchem Alter die Strecke empfohlen wird. Die Staffelung ist hierbei 4+, 6+ und 8 aufwärts.

Spiel-und Basteltipps für Zwischendurch

Und wichtiger noch, unterwegs werden immer wieder Stationen beschrieben für Pausen und kindgerechte Zwischenstopps – Picknickbänke, Bolzplätze, Holzstämme für kleine Kletter- und Geschicklichkeitspartien. Ebenso sind zwischen den einzelnen Routen ein paar Seiten mit Informationen zu weiteren Sehenswürdigkeiten in der Region, zur Tier-und Pflanzenwelt und zu Spiel-und Basteltipps, die sich auch mitten in der Natur verwirklichen lassen. Da sind sogar wir als erfahrene Wanderer überrascht und dankbar für so manch neuen Tipp. Ein sehr großer Mehrwert dieses Buches.

Boote bauen in der Waldwerkstatt

Wer das 340 Gramm schwere Buch nicht im Rucksack mit sich herumtragen oder aber sich nicht alleine darauf verlassen möchte, kann sich auf der Homepage des Verlags die passenden GPS-Tracks herunterladen. Wir haben einfach beides genutzt. Das Buch passt mit seinem handlichen Format nämlich super in die Seitentasche des Rucksacks. Und ich persönlich mag es, mich nicht nur aufs Handy zu verlassen, sondern zwischendurch auch noch einmal etwas blättern und nachlesen zu können. Zumal wichtige Punkte, Kreuzungen und Abkürzungen auch durch Fettdruck sofort ins Auge springen.

Tour 28: Aussicht über dem Harkortsee I

Das ist die Tour, die wir dank eines regenfreien Tages gemacht haben. Die Zweitüberschrift dieser lautet: über den Harkortberg zu Quellen, einer Grotte und vielen Aussichtspunkten. Sehr vielversprechend und alleine das Vorkommen von Wasser schon absolut ausreichend um den Krümel mit ins Boot zu holen. Der Krümel-Papa hat den GPS-Track zur Tour auf seinem Handy und ich das Buch im Rucksack. Der Krümel nutzt die Gelegenheit um seinen neuen Wanderrucksack mit Trinksystem das erste Mal auszuführen.

Gleich neben dem Parkplatz rückt der Harkortturm in unser Blickfeld. Das erste Highlight der 7,1 Kilometer langen Wanderung. Leider ist er aufgrund der aktuellen Pandemielage für Besucher gesperrt und wir können ihn nicht erklimmen. Genauso sieht es mit dem wirklich verlockend aussehenden Kletterwald gleich nebenan aus. Dafür können wir aber nur wenige Schritte weiter die wunderbare Aussicht über das Ruhrtal genießen. Dieses im Blick wandern wir eine ganze Zeit am Waldrand entlang. Es geht bergab und wieder bergauf. Plötzlich stehen wir vor einem bunten Bienengarten. Eine richtige Augenweide zwischen dem vielen Braun und Grün des Waldes.

Tour 28: Aussicht über den Harkortsee

Tour 28: Aussicht über den Harkortsee II

Natürlich melden sich unsere Mägen erst, nachdem wir zahlreiche Picknickbänke und eine Hütte hinter uns gelassen haben. Also suchen wir uns nach Durchwanderung eines Nadelwaldes einen umgekippten Baumstamm. Dort setzen wir uns hin und lassen uns neben Rohkost und Selbstgebackenem die letzten hartgekochten Eier des Osterfestes schmecken. Zuerst dachten wir, wir hätten die unscheinbare Quelle, die im Buch beschrieben ist, verpasst. Dann stoßen wir aber doch noch auf sie. Und auch die Grotte finden wir. Bei der Bachquerung wird es noch einmal etwas abenteuerlich – das ist genau das richtige für den Krümel. Fast wieder am Parkplatz angelangt, passieren wir noch die beschriebene Gaststätte mit angeschlossenem Spielplatz. Die Wirtschaft hat geschlossen, der Spielplatz ist leider nur für sehr junge Kinder konzipiert. Kein Problem. Wir sind mit dem Bulli da und kochen uns zur Belohnung erst einmal Kakao und Kaffee. Eine schöne und abwechslungsreiche Runde, sehr schön beschrieben und wunderbar umsetzbar. Auch der GPS-Track hat 1a funktioniert.

Karten und Höhenprofil gehören zu jeder Tour

Unser Fazit

Das Buch gefällt mir ausgesprochen gut. Wer mit Kindern wandern möchte, ist hier richtig. Es gibt viele Tipps und Anregungen um die kleinen Wanderfreunde an die Natur heranzuführen und den Spaß am Wandern und dem Aufenthalt in der Natur zu wecken. Dabei hat Natalie Dickmann auch an Wanderneulinge gedacht und beschreibt zum Beispiel, was alles in einen Wanderrucksack gehört. Man merkt sofort, dass die Autorin selber begeisterte Wandererin ist und noch dazu versteht sie es diese Motivation an Kinder weiterzugeben. Ich finde die Mischung von kurzen und langen Touren auch sehr gut, so ist für jede Altersklasse etwas dabei. Für die nächsten Monate sind wir versorgt. Die ewige Sucherei nach familienfreundlichen Wanderungen in der Umgebung hat erst einmal ein Ende. Das Buch können wir auf jeden Fall allen wanderlustigen Familien und auch denen, die es noch werden möchten, empfehlen.

Das Buch gibt es seit kurzem für 18 Euro im Handel zu kaufen.

Weitere Ziele, die auch im vorgestellten Wanderführer beschrieben werden, sind z.B. der Bergbaurundwanderweg im Muttental oder die Halde Rheinpreußen. Wir sind sie damals noch ohne das Buch gegangen.

Birgitta

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