Krümel's grosse Reise

Wandern mit Kind: Unterwegs im Nordschwarzwald

Feier-und Brückentage gleich langes Wochenende und ein langes Wochenende bedeutet bei uns immer raus aus den vier Wänden und rein in den Bulli. Und dann geht es ab in ein neues Abenteuer. Am Himmelsfahrt-Wochenende erkunden wir dieses Jahr den Nordschwarzwald mit einem Übernachtungsstopp im Taunus.

Mit Landvergnügen auf einen Apfelhof

Wir brechen mittwochsnachmittags nach der Arbeit auf und schauen, wie weit wir kommen. Da wir nicht die Einzigen auf der Straße sind, die die gleiche Idee hatten, staut es sich. Letzendlich ist es Abend und unsere Mägen knurren. Wir sind in der Höhe von Frankfurt, befragen unsere Landvergnügen-App und übernachten kurzentschlossen auf einem nahegelegenen Apfelhof im Taunus. Wir stehen direkt an der Apfelplantage, als Gegenleistung decken wir uns im 24/7 Selbstbedienungs-Hofladen mit frischen Hoferzeugnissen ein. Ein tolles Konzept!

Übernachten auf einem Apfelhof im Taunus

Unimog-Museum in Gaggenau

Bevor wir unser eigentliches Ziel im Schwarzwald ansteuern, machen wir noch einen Abstecher ins Unimog- Museum. Hier erwartet uns eine beeindruckende Ausstellung der Universal-Motor-Geräte von Daimler aus den verschiedenen Jahrzehnten. Unter anderen sind Feuerwehr-, Bundeswehr-und Expeditionsfahrzeuge sind zu bestaunen. Und das auch wirklich nur mit den Augen. Bis auf ein Modell darf keines angefasst oder bestiegen werden. Das Museum ist eine Hommage an den Unimog und gleichzeitig eine Erinnerungsstätte zur Geschichte ab 1945 (Wirtschafts-und Arbeitsleben). Das absolute Highlight ist eine Mitfahrt (gegen Aufpreis) im Unimog auf dem eigens dafür gestalteten Außengelände. Hier sitzen bzw. hängen die Insassen schon einmal schräg im Fahrzeug, wenn dieses gerade eine 70 oder 100 %- Steigung bezwingt.

Mit dem Unimog über Stock und Stein

Micro-Camping in Sasbachwalden

Der neue Trend Micro-Camping ist auch bei uns angekommen. Dies ist bereits unsere zweite Reise, die wir auf diese Weise machen. Die Idee dahinter ist einfach: gegen ein kleines Entgeld können Camper mit dem Wohnmobil auf dem Grundstück von Privatleuten stehen, meist mitten in der Natur. Nachhaltigkeit wird hier ganz großgeschrieben. So stehen wir zum Beispiel auf einem großen Hof direkt neben einer Wiese mit Ziegen und Ententeich. Wir haben einen grandiosen Ausblick auf das unter uns liegende Tal und einen idealen Ausgangspunkt für Wanderungen. Die Sanitäranlagen im Haus dürfen wir mitbenutzen.

Micro-Camping in Sasbachwalden

Wanderung Tag 1: Schnaps, 13 Brücken und Gaishöll-Wasserfälle

Die Gaishöll- Wasserfälle entführen dich in eine märchenhafte Welt aus gemächlich plätscherndem Wasser und moosbewachsenen Steinen. Normalerweise startet die Wanderung im Ortszentrum von Sasbachwalden – wir starten an unserem Stellplatz oberhalb des Ortes. So kommen wir auch an der Winzerei Alde Gott vorbei – die dazu gehörige Gastronomie ist noch geschlossen, dafür erwartet uns ein immer zugängliche Schnapsbrunnen. Gegen Einwurf einer Spende können Passanten sich hier an verschiedenen wassergekühlten Schnäpsen gütlich tun. Hiervon gibt es übrigens so einige in der Gegend, zwei weitere werden wir auch noch finden. Auch der Krümel hat hier seinen Spaß, aus den kleinen Schnapspinnchen nimmt er mit Begeisterung Wasser zu sich.

Angekommen in Sasbachwalden beginnt die Wanderung durch eine wildromantische Schlucht im Wald. Bis zur Gaishölle überqueren wir 13 Brücken und 225 Stufen. Der Brandbach hat hier ein Kerbtal in den Granit geschnitten. Eine weitere wunderbare Abkühlung kann man sich im Kneipp-Becken holen. Auf dem Rückweg streifen wir noch den Kinderwanderweg „über Stock und über Stein“, der mit einem kleinen Zwerg mit roter Mütze markiert ist.

Wasser-Schnaps für den Krümel

Wanderung Tag 2: Wildseebach und alte Lifthisli

Im Nationalparkzentrum Ruhestein empfiehlt man uns die Wanderung zum Wildseebach. Vom Ruhestein führt der Weg über die Skiwiese auf den Ruhesteinberg zum Seekopf auf 1055 Metern. Wer es bequemer haben möchte, kann den Sessellift nutzen. Nach der Gipfelebene führt der Weg durch den Nationalpark zum Wildseeblick. Die Darmstädter Hütte bietet eine Einkehrmöglichkeit. Der Ruhestein markiert übrigens die Grenze zwischen Baden und Württemberg.

Da unsere Wanderlust nach gut fünf Kilometern noch nicht gestillt ist, machen wir uns – wieder angekommen am Parkplatz – auf in Richtung Kernhof in Seebach. Dort haben sich die Betreiber der ehemaligen Gaststätte etwas ganz Besonderes einfallen lassen: eine Selbstbedienungshütte mit Sitzmöglichkeiten in ausgedienten Skiliften. Was für ein Erlebnis!

Gemütlich speisen im alten Lifthisli

Erfrischung im Erlebnisfreibad

Mit der Gästekarte, die man als Gast in der Region automatisch erwerben muss, gibt es reduzierten Eintritt ins Erlebnisfreibad Sasbachwalden. Genau das Richtige nach unserer Wanderung. Alleine durch seine Lage ist das Freibad schon ein Erlebnis. So verspricht das leicht hügelige Wiesengelände mit seinen schattenspendenden Bäumen bietet Blick auf Wald und Weinberge. Zu meinem Glück (Frostbeule) ist das Wasser in den Becken auf angenehme 24 Grad beheizt. Die pure Entspannung an einem idyllischen Plätzchen.

Schwimmen mit Blick auf die Weinreben


Birgitta

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