Krümel's grosse Reise

Roadtrip durch den Busch und Baumriesen

Die Nordinsel ist unser Liebling

Heute gehts auf in Richtung Coromandel. Wie weit wir genau fahren wollen wissen wir nicht, es gibt kein Ziel. Coromandel Town -ein richtig hübsches  beschauliches Städtchen. Wir sind zur Mittagszeit dort und tun uns nach langer Zeit mal wieder an einer Portion Fish&Chips gütlich. Diese Kombo ist in Neuseeland wirklich immer richtig lecker.

Hatte ich übrigens schon erwähnt, dass für uns bereits nach einer Woche Nordinsel klar war, dass sie unser Favorit in Neuseeland ist? Die Nordinsel hat uns von Anfang an viel mehr begeistert und in ihren Bann gezogen als die Südinsel. Es ist wärmer, es gibt die schöneren Strände,wir finden es landschaftlich abwechslungsreicher, es sind weniger Touristen unterwegs….

Die Straße 309

Dem Reiseführer nach zu urteilen soll die Straße 309 eine sehr anspruchsvolle Schotterpiste sein, kurvig mit vielen Nadelöhren und insbesondere nach Regenfällen eine rutschige Schlammpiste, da hier viel gerodet wird. Es gibt hier eine besonders hohe Unfallrate mit Touristen. Allerdings ist die 20 Kilometer lange Straße auch die kürzeste (wenn auch bestimmt nicht die schnellste) Verbindung zwischen Coromandel und Whitianga.  Außerdem landschaftlich und fahrerisch sehr reizvoll, sie geht mitten durch den Busch und am Wegesrand gibt es die ein oder andere Überraschung. Zuhause hatten wir sie als Must-do gemarkert, nun zögern wir doch kurz. Wollen wir uns eine gravel-road, wie man die Straße hier nennt, mit unserem alten, schaukelnden und quietschenden Möhrchen wirklich antun? Wir haben da so Erinnerungen an Amerika und Kanada…. Schließlich entscheiden wir uns es zu probieren und zumindest bis zu den letzten erhaltenen Kauri-Bäumen Neuseelands, die auf der Strecke liegen, zu fahren. Umdrehen kann man immer noch. Wir fahren und fahren und sind überrascht. Das soll alles sein? Da wird so ein Wind drum gemacht? Da haben wir wirklich schon schlimmere Schotterpisten hinter uns. Ja, sie ist fahrtechnisch anspruchsvoll, aber wir haben einen sehr guten, verantwortungsvollen und vorausschauenden Fahrer und für das Gefährt finden wir es zu keinem Zeitpunkt bedenklich. Wir sind so froh, dass wir es gewagt haben. Diesen Roadtrip zu machen, lohnt sich gleich in mehrerlei Hinsicht.

Huai Falls

Wieder ein Wasserfall…ja, aber er ist nur zwei Minuten von der Straße weg und in seinem Pool soll man herrlich baden können. Und so etwas lässt sich Krümel-Papa nicht entgehen. Und es ist unglaublich: kaum haben wir die Straße verlassen, stehen wir mitten im Dschungel. Der ähnelt übrigens dem in Thailand, aber mit dem charmanten Vorteil, dass die Luftfeuchtigkeit nicht unerträglich hoch ist. Der Wasserfall mit seinem Swimmingpool darunter ist traumhaft und es sind nur eine handvoll andere Menschen da.

Abkühlung im natürlichen Pool

Kauri- Riesen

Ungefähr bei Kilometer 7 halten wir wieder an. Der Krümel freut sich schon auf die Riesen, die wir gleich sehen werden. Gemeint sind sogenannte Kauri-Bäume, die über 600 Jahre alt sind und alle anderen Bäume überragen und ihnen trotzdem genug Licht zum Leben lassen. Um die Bäume zu schützen, müssen Besucher sich vor Betreten des Waldabschnitts die Schuhe säubern und desinfizieren. Es ist nur ein kurzer Walk bis dahin, übrigens wieder vorbei an einer tollen Badestelle. Zuerst sehen wir die gewaltigen Pflanzen aus der Ferne, es ist eine ganze Baumfamilie. Dann stehen wir unmittelbar vor einem. Gewaltig! Wir drei versuchen ihn zu umfassen. Fehlanzeige, schaffen wir nicht. Der Krümel rennt um ihn herum, wir gehen mit großen Schritten drumherum. Der Krümel-Papa braucht sieben Schritte, ich einen halben mehr. Sie haben einen Umfang von sechs Metern.

Man, ist der dick!

Campingplatz im Paradies

Kurz vor Ende der 309 soll es einen Picknickplatz mit Übernachtungsmöglichkeit für sich selbstversorgende Camper geben – das Egans ParkReserve. Den steuern wir an. Beim ersten Mal fahren wir trotz Osmand daran vorbei, so versteckt liegt er. Beim zweiten Anlauf nehmen wir die GPS Koordinaten aus dem Reiseführer zur Hilfe und es klappt (vielen lieben Dank an Jenny Menzel :-)). Wow, ist das schön hier! Wir stehen mitten im mit Palmen gesäumten Busch auf einer vorgegebenen Schotterfläche. Direkt nebenan gehts gleich zum Freiluftbaden. Ein Fluss plätschert daher und lädt zum Baden ein. Und noch etwas Anderes kann man hier machen: Staudämme bauen und schnorcheln. Ja, der Krümel-Papa hat tatsächlich zwei Aale  entdeckt. Außer uns haben sich hier nur ein paar Kiwis als Tagesgäste hin verirrt. Wir sind heute Nacht ganz alleine hier und ohne Empfang!

Hahei

Am nächsten Morgen suchen wir ein Tauchcenter für den Krümel-Papa. Das in Whitianga ist die nächsten Tage schon ausgebucht, keine Tauchausfahrten mehr möglich. In Hahei sieht es zunächst auch schlecht aus, da es aufgrund der rauhen See keine Ausfahrten gibt. Wir verbringen den Tag am wunderschönen Beach von Hahei und ich staune wieder einmal darüber, dass man an so schönen Orten einfach sein und Spaß haben darf, sich setzen wohin man möchte, keine Kurtaxe, keine Strandkörbe, wirtschaftlich überhaupt nicht erschlossen. Ursprünglich wollten wir in der nahegelegenen Gemstone Bay schnorcheln und zum bekannten Felsbogen Cathedral Cove laufen, aber irgendwie sind wir alle so träge, dass wir einfach hier kleben bleiben. Es ist die letzten Tage Sommer geworden und richtig heiß. Und dann ändert sich das Wetter und der Krümel-Papa kann für den nächsten Tag doch noch einen Tauchgang buchen.

Krümel

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