Grainau- perfekte Basis für einen Urlaub in den Bergen
Grainau, auch bekannt als Zugspitzdorf, ist der kleine Nachbarort zu Garmisch-Partenkirchen. Und der hat eine ganze Menge zu bieten. Wir mögen das Dorf allein schon wegen der wunderschön bemalten Hausfassaden, der Zwiebelturmkirche vor so imposantem Hintergrund wie der Zugspitze und den kleinen Lädchen und dem wirklich guten und ausreichendem, gastronomischen Angebot. Grainau ist ein echtes Dorf für uns Ruhrpöttler, aber es fehlt hier wirklich an nichts. Außerdem ist Grainau natürlich bekannt für den Badersee, vielmehr aber noch für den Eibsee, der auch als Karibik Bayerns gehandelt wird. Außerdem hält und endet hier die Zugspitzbahn und dient somit als Ausgangspunkt für Wanderungen und Seilbahnfahrten zur Zugspitze. Grainau ist aber auch ansonsten idealer Ausgangspunkt für kurze und lange Wanderungen durchs Alpenpanorama.
Die Tourismuszentrale von Grainau hat ein (Winter)Programm, das sich sehen lassen kann. Es gibt immer wieder Veranstaltungen wie Fackelwanderungen, Eisstockschießen, Konzerte, Christkindlmarkt und ein Schneefest und damit zähle ich nur auf, was in den zwei Wochen unseres Urlaubs angeboten wird – insgesamt ein sehr aktives Dorf. Als Touristen haben wir mit der Gästekarte im Übrigen auch die Möglichkeit die Bücherei kostenlos zu nutzen und einmalig während unseres Aufenthalts das Schwimmbad mit angeschlossener Sauna. Den ÖPNV können wir auch recht weitflächig benutzen mit der Karte.

Grainau verwandelt sich in der kalten Jahreszeit in eine verschneite, schneesichere Winterlandschaft, die sich auf unterschiedlichste Art und Weise erkunden lässt. Zu Fuß, auf Skiern oder mit Langlaufski. Eine dorfeigene Rodelbahn gibt es natürlich auch. Was auf keinen Fall vergessen werden darf, ist, dass es hier ein richtig tolles Silvesterfeuerwerk am unteren Dorfplatz gibt; nichts Offizielles, aber so ein grandioses Feuerwerk haben wir schon lange nicht mehr zu sehen bekommen.
Wir persönlich kennen Grainau bisher nur im Winter, aber der Krümel war mit seinen Großeltern schon mehrmals im Sommer hier und daher wissen wir, dass es neben der unschlagbaren Natur, die im Sommer eben andere Reize hat (da ist z.B. auch die Höllentalklamm geöffnet), auch eine Minigolfanlage (wo im Winter immer eine Glühweinhütte als Treffpunkt entsteht) und ein Freibad gibt.

Mit alldem bietet das Zugspitzdorf Grainau jedenfalls für uns die optimale Basis als Urlaubsort.
Die Zugspitzbahn
Deutschlands höchster Berg ist bequem per Bahn zu erreichen, genauer gesagt gleich durch zwei. Wir haben in unserem Urlaub das Glück, dass die Zahnradbahn mehr oder weniger vor unserer Haustür eine Haltestelle hat. Generell verkehrt die hübsche Bayrische Zugspitzbahn, die ganz in den Farben weiß und blau gehalten ist, vom Zugspitzbahnhof Garmisch-Partenkirchen zum Gletscherbahnhof Zugspitzplatt auf 2588 Metern. Zwischenhalte sind Hausberg, Kreuzeck/Alpspitzbahn, Hammersbach, Grainau und Eibsee.

Von Garmisch bis zum Eibsee können wir die Bahn mit unseren Gästekarten sogar kostenlos nutzen! Ab dem Eibsee kommt mit der Seilbahn ein alternatives und vor allem schnelleres Verkehrsmittel hinzu. Mit dieser kann man in Weltrekordzeit von 10 Minuten (die Zahnradbahn braucht 40 Minuten) zum Zugspitzplatt schweben. Wem es dann immer noch nicht hoch genug ist, der nimmt die Gletscherbahn, die im 10-Minuten-Takt zum Gipfel fährt. Wir finden, dass sollte jeder einmal gemacht haben, ein beeindruckendes Erlebnis, nicht nur für Kinder. Und da wir es tatsächlich schon mal gemacht haben, sparen wir uns dieses Mal das viele Geld, das die Tickets nach oben kosten.

Weihnachtlicher Ausflug nach Innsbruck
Kennst du Innsbruck? Für mich gehört diese Stadt am Inn zu einer der schönsten Europas. Ihre Lage ist einfach der Knaller. Es fängt bereits mit der historischen Altstadt rund um das bekannte Goldene Dachl, dem spätgotischen Prunkerker am Neuen Hof in der Herzog-Friedrich-Straße, an. Teilweise glaubt man wirklich in einer Kulisse eines Mittelalterdrehs zu stehen – so schön. Dazu kommt, dass der Fluss von der Innenstadt aus fußläufig in wenigen MInuten zu erreichen ist und das ist noch nicht alles. Dank der Nordkettenbahnen gelangt man von der historischen Altstadt in 30 Minuten in hochalpines Gelände – wo gibt es bitte soetwas? Die Fahrt verbindet das Zentrum am Goldenen Dachl mit dem Naturpark Karwendel.In der Seilbahn bekommt man einen faszinierenden 360° Blick in den Naturpark Karwendel und über die Stadt Innsbruck. Die Nordkettenbahnen umfassen die Hungerburgbahn, die Seegrubenbahn und die Hafelekarbahn.Ein beliebtes Ausflugsziel für Familien ist der Alpenzoo, man kann aber auch weiter hinauf zum Top of Innsbruck, dem Hafelekar auf 2300 Meter Höhe fahren Hafelekar. All das machen wir jetzt im Winter nicht, ich habe es aber schon einmal im Herbst gemacht und es war einfach traumhaft schön.
Zu Weihnachten hat Innsbruck noch einmal einen ganz besonderen Reiz. Alles ist weihnachtlich geschmückt, an verschiedenen Stellen, also sowohl direkt am Inn entlang als auch in der Altstadt stehen Weihnachtsmarktbüdchen. Die in der Altstadt bieten besonders schöne, handwerkliche Dinge an und unterscheiden sich von der typischen Massenware, die es sonst so auf den Weihnachtsmärkten gibt.

Und dann gibt es da noch die Riesengasse und die ist wirklich etwas ganz Besonders: In der Weihnachtszeit wird die schmale kleine Gasse zu einem besonderen Anziehungspunkt, der die Besucher in eine Welt der Sagen und Legenden entführt. Seit über 20 Jahren stehen metergroße Riesen in der Gasse. Sie sind nicht nur beliebte Fotomotive, sondern repräsentieren die Tiroler Sagenwelt. Die Straße der Giganten ist ansonsten ganzjährig geprägt von kleinen Geschäften, Cafés, einer traditionellen Bäckerei und einer Vinothek und einem wirklich tollen Brett-und Würfelspielladen.

Ich kann gar nicht genug bekommen von diesem wunderschönen Ort. Um das Ganze noch zu toppen, finde ich bei unserer kleinen Shoppingtour am Ende sogar noch richtig schöne und stark reduzierte Wanderschuhe für mich. Mit diesem Einkauf “gewinnen” wir auch gleichzeitig einen großen Rabatt für das Ticket im Parkhaus – das ist wohl bei jedem Einkauf in der Innenstadt der Fall, also schön Umsatz machen, dann wird das Parken günstiger oder ganz umsonst, lohnt sich auf jeden Fall. Wir haben sehr zentral im Parkhaus an der Markthalle geparkt und auch ohne Rabatt wäre es erstaunlich günstig für diese zentrale Lage, wir sind positiv überrascht.
Natürlich darf eine Einkehr in ein zünftiges Gasthaus mit Kasspatzln und Co nicht fehlen, wo wir schon mal in Tirol sind. Wir gehen in den Stiftskeller Innsbruck, ein traditionelles Groß-Wirtshaus und Bierlokal am Franziskanerplatz. Hier speisen wir in historischen Gewölben. Im Stiftskeller hat es mir auf meiner letzten Innsbruckreise schon sehr gut gefallen und natürlich auch geschmeckt.

Wanderung zur Windbeutelalm und Wildtierfütterung
Die Einheimischen hier haben sie schon immer Windbeutelalm genannt, offiziell hieß sie lange “Berggasthof Almhütte”. Doch ihren Zweitnamen hat sie nicht umsonst, wie ihr später sehen werdet. Mit Bergblick, Hütte und Genuss wird auf der Homepage der in Garmisch-Partenkirchen am Kramerplateauweg angesiedelten Ausflugslokalität geworben.
Wir sind heute ohne Kind unterwegs, der Krümel ist mit den Großeltern losgezogen und wir wollen meine neuen Wanderschuhe einlaufen, daher wählen wir eine kurze Strecke. Von Grainau aus hoch zur Alm sind es gute sechs Kilometer. Wir starten kurz hinterm Bahnhof des Ortes, der Weg führt uns zunächst durch ein Wohngebiet stets bergauf. Der gut ausgeschilderte und wirklich leicht zu wandernde Weg zum Kramerplateauweg besticht durch seine Aussichten. Der Waxenstein besteht aus verschiedenen Berggipfeln, die uns durch Tafeln am Wegesrand näher gebracht und erklärt werden. Es ist an diesem Morgen und auf dieser geringen Höhe tatsächlich so warm, dass wir nach kurzer Zeit unsere zweiten Jacken ausziehen. Hier hat die Sonne den Schnee auch schon komplett geschmolzen, sodass wir eine ungefähre Ahnung davon bekommen, wie es wohl im Sommer ist hier durch die Wiesen zu laufen. Mit Überraschung stellen wir übrigens fest, dass wir hier ein Teilstück vom „Spitzenwanderweg Zugspitz Region“ wandern. Dieser neue Rundwanderweg verläuft über 200 Kilometer Wanderstrecke, welche in 12 Tagesetappen wanderbar sind.

Unsere Blicke schweifen immer wieder auf die gegenüberliegende Gebirgskette ab – wie wunderschön. Dieser Weg ist übrigens wirklich auch gut für Kinderwagen und Kleinkinder geeignet. Nach nicht ganz einer Stunde kommen die ersten Hinweisschilder zur Almhütte in Sicht. Zunächst geht es für uns aber erst einmal wieder ein ganzes Stück hinab, um eine vielbefahrene Straße. Dann geht es zu unserem Erstaunen durch ein Industriegebiet, wonach wir dann aber die Loisach erreichen. Diese ist ringsherum von Schnee umgeben und verläuft unter einer hölzernen Brücke, die es für uns zu passieren gilt. Ab diesem Punkt gibt es dann auch massive Holzschilder, die zu unserem Ziel weisen: Kramerplateauweg und Almhütte. Es geht wieder hinauf, durch dicht bewaldetes Gebiet. Bald schon erreichen wir den Ort an dem regelmäßig Wildtierfütterungen stattfinden. Das ist ein richtig tolles Angebot gerade für kleinere Kinder – vor vielen Jahren haben wir mit dem Krümel einmal daran teilgenommen. Die genauen Zeiten der Wildtierfütterung erfahrt ihr auf der Homepage der Almhütte. Generell findet diese aber nur in den Wintermonaten statt, weil das Rotwild normalerweise in höheren Gefilden lebt, nur im Winter dort oben eben nicht genug Futter finden würde.

Wir steuern nun schnurstraks auf die Almhütte zu – was für eine Erlösung. Nicht nur, weil es hier wirklich leckere und riesige, hausgemachte und gefüllte Windbeutel und viele andere Schmankerl gibt und wir ohne Frühstück doch mittlerweile einen ordentlichen Hunger verspüren, sondern vor allem, weil ich mir in den neuen Schuhen leider Blasen gelaufen habe und jeder Schritt gerade eine Qual ist. Zum Glück hält kurz bei auch ein Bus, der nach Garmisch-Partenkirchen fährt.

Ausflug nach Murnau und Abstecher nach Ettal
In Murnau haben wir nun schon zweimal unsere Weihnachtsferien verbracht und deshalb ist es keine Frage, dass wir diesem wundervollen Ort auch dieses Mal einen kleinen Besuch abstatten und das nicht nur wegen des weltbesten Fleichkassemmel, die der örtliche Metzger verkauft.

Und wo wir schon einmal unterwegs sind, machen wir gleich noch einen kleinen Abstecher nach Ettal. Dieser Ort ist wohl hauptsächlich aufgrund seines Benediktiner Klosters bekannt – ein bedeutsamer Ort für Gläubige, Touristen und Tagungsgäste. Die Klosteranlage ist riesig und sehr beeindruckend, auch schon ohne Führung, die man hier buchen kann. Es handelt sich um eine große Benediktinerabtei und Barockkirche mit Kuppelfresko sowie eine eigene Likörmanufaktur mit Geschäftsräumen und angeschlossenem Buchladen Im Klosterladen kaufen wir Bier und Schnaps, eigens dort gebraut. Das Örtchen selbst ist nichts Besonderes und wirkt recht verschlafen an dem Sonntag. Wir machen dann noch eine kleine Runde über das großzügige Klostergelände und entdecken noch eine fast echte Krippe.

Krank im Urlaub: Zweischichtbetrieb
Aktuell scheint der Krümel auf einer nicht enden wollenden Krankheitswelle zu surfen. Bereits vor den Weihnachtsferien war er längere Zeit krank, pünktlich zum Urlaub dann wieder fit; für genau eine Woche. Dann traten neue Symptome auf. Zum Glück gibt es im Dorf eine tolle gemeinschaftliche Hausarztpraxis, wo wir sofort vorbeikommen können. Der junge Mann hat eine Bronchitis und wird sofort mit Medikamenten versorgt. Wir stellen uns zunächst darauf ein, dass wir nun die zweite Ferienwoche komplett in der Ferienwohnung verbringen und das wunderbare Zugspitzidyll um uns herum nur noch durch das Panoramafenster im Wohnzimmer betrachten werden. Denn: die Großeltern machen zwar parallel mit uns Urlaub im Zugspitzdorf, diese wollen wir jedoch nicht auch noch dem Risiko einer Ansteckung aussetzen. Sie sollen ihren Urlaub genießen. Dann wird es mir aber schnell zu doof und ich entwickle die Idee des Zweischichtbetriebs. Wir teilen die Tage einfach hälftig untereinander auf, während der Krümel-Papa Tee kocht, vorliest oder gemeinsam mit dem Sohnemann einen Film schaut, tobe ich mich draußen aus und nach der Hälfte des Tages tauschen wir. Urlaub gerettet!

Der Badersee
Von unserer Ferienwohnung im Zugspitzdorf aus sind wir zu Fuß schnell am Badersee und genau deshalb wähle ich diesen als Ziel einer meiner ersten “Alleingänge”.
Von der Hauptstraße in Grainau in den schattigen Wald abgebogen, erreicht man in 20 Minuten den See, den man auf einem schmalen Pfad komplett umrunden kann. Der smaragdgrüne, klare Bergsee ist ständig eisfrei, da er unterirdisch durch Grundwasserquellen gespeist wird. Dazu kommt, dass er kristallklares Wasser hat, so kann man die darin befindlichen Fische bestens beobachten. Das ist auch ein tolles Wanderziel mit kleinen Kindern, zumal es auch noch einen Automaten mit Fischfutter am Ufer gibt. In dem direkt am See befindlichen Hotel kann man höchswahrscheinlich auch Kaffee und Kuchen oder andere Schmankerl bekommen – ich habe es nicht ausprobiert.

Neujahrsspaziergang um den Eibsee
Der Eibsee ist quasi der große Bruder vom Badersee und liegt neun Kilometer südwestlich von Garmisch-Patenkirchen und dreieinhalb Kilometer unterhalb bzw. nördlich der Zugspitze. Für viele ist es der schönste See in den Alpen und bietet definitiv zu jeder Jahreszeit reizvolle Ausblicke.
Am Neujahrsmorgen steige ich schon relativ früh in die Zugspitzbahn (Zahnradbahn) und lasse mich zum Eibsee fahren. Kaum bin ich am Hotel zum Eibsee angekommen, merke ich, dass ich bei weitem nicht alleine war mit meiner Idee. Wobei es dann ist, wie so häufig, kaum verlasse ich das “Hauptufer”, lasse also den Bootsverleih und den Eibsee Pavillon hinter mir, wird es schnell leerer, denn eine Seeumrundung machen dann eben doch nicht alle.

Einmal um den See herum sind es gute sieben Kilometer, dafür brauche ich eineinhalb Stunden. Für gewöhnlich ist der breite und gut ausgebaute Weg auch kinderwagentauglich, im Winter würde ich das allerdings nicht unbedingt unterschreiben. An manch einer Stelle ist es wirklich glatt auf dem vereisten Schnee und Vorsicht geboten. Der See ist komplett zugefroren und glitzert in der strahlenden Morgensonne, das alles wird gesäumt von weißem Schnee – was für eine wohltuende Umgebung. Und ich setze noch eins drauf: Das gepaart mit der kühlen, aber super frischen Luft – einen besseren und gesünderen Start in das neue Jahr kann es doch gar nicht geben. Es ist im Übrigen so kalt, dass mein Handyakku in Nullkommanix leergesogen wird. Ich beobachte immer wieder ganz wagemutige Menschen, die sich weit auf den See hinaustrauen. Soviel ist mir ein tolles Foto dann doch nicht wert, zumal ich weiß, dass der See vor zwei Tagen noch eisfrei war…
Ich mag die Atmosphäre an diesem See sehr und würde ihn sehr gerne mal im Sommer erleben: einmal in dem kristallklaren Wasser schwimmen und dann eine kleine Bootstour mit Blick auf die Zugspitze.
Was aber definitiv zu jeder Jahreszeit eine gute Einkehrmöglichkeit bietet und das für Groß und Klein ist der Berggasthof Eibsee Alm. Sie liegt etwa 300 Meter vom Seeufer entfernt am Fuße der Zugspitze und bietet alpenländliche Schmankerl an. Im Inneren der Alm ist es richtig gemütlich – mit Kaminfeuer – und die Terrasse lädt sommers wie winters zum Sonnenbad ein. Was diese Gastronomie besonders für Familien lohnenswert macht: ein großer Abenteuerspielplatz im Sommer, ein Spielzimmer im Winter und auch beim Essen geht man super auf die Kids ein. Ganz nebenbei liegt direkt nebenan noch eine kleine Rodelbahn, über die in regelmäßigen Abständen die Seilbahnen hinauf zur Zugspitze gleiten.
Hoch hinaus mit der Alpspitzbahn: AlpspiX und Natursteig Osterfelder
Ich habe mal wieder Frühschicht und der Berg ruft. Heute geht es für mich hinauf auf den Osterfelderkopf, einem 2057 Meter hohen Nebengipfel der Alpsspitze. Mein Plan ist es mit der Zugspitzbahn bis zur Haltestelle Kreuzeck zu fahren und von der dortigen Talstation mit der Alpspitzbahn (Seilbahn) zum Osterfelderkopf zu fahren, um dort die Aussicht vom AlpspiX, zu genießen und dann von der Bergstation aus hinunter zur Bergstation Kreuzeck zu wandern, um nach einer Einkehr wieder zurück zur Talstation Kreuzeckbahn zu fahren. Diese Route nennt sich Natursteig Osterfelder und ist ein alpiner Themenweg mit über 30 Stationen zum Naturwissen über die Bergwelt, inklusive Bewegungselementen. Das aber wohl eher im Sommer, aktuell ist hier alles zugeschneit. Insgesamt sind es aber, egal zu welcher Jahreszeit, nicht mehr als fünf Kilometer und größtenteils breite Fahrwege, also wirklich bestens für Familien geeignet.

Der AlpspiX ist eine Aussichtsplattform aus Stahl, die am Osterfelderkopf befestigt ist. Die begehbaren, freischwebenden Arme des AlpspiX sind mit Gitterrosten ausgelegt und geben den Blick in das circa 1000 Meter tiefergelegene Höllental frei.
Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich Seilbahnfahren liebe? Ich genieße das Panorama, wenn auch etwas vernebelt aktuell. Oben an der Bergstation angekommen trete ich nach draußen und erfriere fast. Meine Güte, ist das hier oben kalt. Der Fußweg zum Aussichtsplatfform ist normalerweise mit zehn Minuten angegeben – ich sehe sie auch schon, aber bei diesen winterlichen Verhältnissen ist es dann doch nicht so einfach sie zu erreichen. Es geht bergauf und unter der obersten, dünnen Schneeschicht befindet sich blankes Eis, eine ganz schön rutschige Angelegenheit – zum Glück habe ich meine Spikes dabei und die spanne ich auch sofort unter die Sohle meiner Wanderschuhe. Es weht ein ordentlicher Wind hier oben, der noch einmal dazu beiträgt, dass ich mir genau überlege, wie oft ich meine wärmenden Handschuhe entfernen werde, um Fotos machen zu können.
Wieder heil an der Bergstation angekommen, kann es losgehen mit dem oben beschriebenen Trail.
Es ist schon merkwürdig alleine zu wandern, das mache ich sonst nie, ich bin immer in Gesellschaft, meist in der meiner Familie. Schlecht ist es allerdings nicht, so werde ich noch einmal ganz auf mich selbst zurückgeworfen, alleine mit mir und meinen Gedanken sozusagen, hat etwas von Meditation. Ich genieße es in vollen Zügen, genauso wie diese unglaublich kalte, aber so reine Bergluft.

Und dann treibt mich nicht nur der Hunger in die nächste Almhütte, sondern tatsächlich auch die Kälte. Erst einmal aufwärmen bei einer heißen Schokolade und einem riesigen Germknödel.

Der Natursteig Osterfelder ist ideal für eine einfache, aber wunderschöne Schneewanderung und die ist auch mit Kindern gut realisierbar. Und auch hier hat es im Sommer sicherlich noch einmal seinen ganz eigenen Reiz: die Sonne würde wärmen und die einladenden Liegestühle am grünen Hang könnten ausgiebig genutzt werden.

Hier oben sind echt viele Skifahrer unterwegs, dabei sind die Schneeverhältnisse für sie hier echt dürftig dieses Jahr. Aber wie heißt es so schön: man nimmt, was man kriegen kann…
Und damit endet die Berichterstattung von unserem Weihnachtsurlaub 2025/26.



















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