Die Idee einer Reise nach Kenia entstand bereits im vergangenen Sommer. Freunde waren mit ihrer Tochter dort unterwegs und schon währenddessen hat uns anhand ihrer Bilder das Reisefieber sofort gepackt. Gleichzeitig erfüllte sich für mich ein lang gehegter Traum: Schon als Kind wollte ich einmal in das Land reisen, das mich durch König der Löwen so fasziniert hat und meine Lieblingstiere, die Giraffen und Elefanten in freier Wildbahn erleben.
Diesmal reisen wir übrigens nur zu zweit. Unser Sohn hat sich bewusst gegen eine Safari entschieden und verbringt die Ferien lieber mit seinen Großeltern an der Nordsee.
Ein Jahr Vorfreude – so planen wir unsere Kenia- Reise
(September 2025-Februar 2026)
Eigentlich sind wir so gar nicht die klassischen Pauschalreise-Urlauber. Trotzdem dachten wir uns: Warum nicht einmal den einfachen Weg gehen? Unsere Freunde hatten bereits eine tolle Reise geplant – also wollten wir sie im Reisebüro mit ein paar kleinen Anpassungen nachbauen lassen. Es muss schließlich nicht immer kompliziert sein. Lediglich die Flüge wollten wir separat buchen, denn dank einer verwandten Stewardess konnten wir von vergünstigten Konditionen bei einer großen deutschen Fluggesellschaft profitieren.
Allerdings schwebte uns keine klassische Pauschalreise vor. Wir wollten nicht in einer Woche gemeinsam mit einer Reisegruppe fünf Nationalparks abhaken und jeden Tag den Koffer packen. Stattdessen war unser Wunsch, nur wenige Stationen anzusteuern und dafür an jedem Ort ausreichend Zeit zu verbringen. Ein eigener Fahrer und Guide waren uns wichtig, einfache, aber saubere Unterkünfte völlig ausreichend.
Die Zugfahrt war tatsächlich einer der Gründe, warum wir uns gegen viele klassische Safarirouten entschieden haben. Wir möchten Kenia eben nicht nur aus dem Jeep kennenlernen.
Da uns insgesamt 16 Tage – vorgegeben durch die Flugzeiten – zur Verfügung standen, sollte die Reise aus zwei Teilen bestehen: zunächst einige Tage Safari, anschließend Strandurlaub mit Zeit zum Tauchen und Schnorcheln.
Warum wir uns gegen eine Pauschalreise entschieden haben
Schnell zeigte sich jedoch, dass die großen Reiseveranstalter unsere Vorstellungen nicht wirklich umsetzen konnten. Entweder waren die Touren zu straff organisiert, die Unterkünfte entsprachen nicht unseren Wünschen oder individuelle Anpassungen waren nur eingeschränkt möglich. Die Planungen wichen immer mehr von unseren ursprünglichen und doch recht schlichten Vorstellungen ab.
Parallel dazu nahm ich Kontakt zu einer kleineren, niederländischen Reiseagentur direkt in Kenia auf. Dort wurde sehr individuell auf unsere Wünsche eingegangen. Wir hatten eine feste Reiseberaterin vor Ort, die jede unserer Fragen schnell beantwortete und uns mit ihrer Erfahrung viele hilfreiche Tipps gab. Das Angebot war zunächst sogar günstiger als das der großen Veranstalter. Am Ende scheiterte es jedoch daran, dass die Agentur mit bestimmten Hotels zusammenarbeitete, die unsere Reise unnötig verteuert hätten. Außerdem konnte sie die Reise nicht als Pauschalreise anbieten, was für uns hinsichtlich der rechtlichen Absicherung durchaus ein Argument gewesen wäre.

Warum wir schließlich alles selbst geplant haben
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ohnehin schon unzählige Stunden in die Planung investiert und mich so intensiv mit den einzelnen Regionen, Unterkünften und Transportmöglichkeiten beschäftigt, dass wir schließlich einen Entschluss fassten: Wenn wir ohnehin fast alles selbst recherchiert hatten, konnten wir die Reise auch komplett individuell zusammenstellen.
Nach rund zwei Monaten Planung entschieden wir uns deshalb gegen beide Angebote. Stattdessen fanden wir einen Safari-Anbieter, der genau das bot, was wir gesucht hatten: einen eigenen Safari-Jeep mit festem Fahrer und ausgebildetem Guide in einer Person, der uns während der gesamten Safari begleiten würde. Die Unterkünfte buchten wir selbst über eine Buchungsplattform mit großzügigen Stornierungsbedingungen, sodass wir bis kurz vor der Reise flexibel blieben. Eine Reiserücktrittsversicherung gehört bei uns ohnehin immer dazu.
PS: Tatsächlich hat es dem Krümelpapa mehrmals in den Fingern gejuckt und er hat sich gefragt, ob wir nicht einfach nur einen Jeep leihen und ganz auf eigene Faust durch Kenia fahren. Zwei schwerwiegende Argumente haben uns davon abgehalten: 1. wir haben keinerlei Reiseerfahrungen in diesem Land, wir können weder die Menschen vor Ort einschätzen noch die tatsächlichen Distanzen und Straßenverhältnisee und 2. ohne Guide wird man viel weniger Tiere zu Gesicht bekommen.
Unser Reisebudget
Schon zu Beginn der Planung hatten wir uns ein klares Budget gesetzt: 3.500 Euro pro Person sollten möglichst nicht überschritten werden. Dieses Ziel konnten wir am Ende zwar nicht ganz einhalten, trotzdem sind wir mit den Gesamtkosten zufrieden.
Vergleicht man unsere individuell geplante Reise mit den Angeboten der großen Reiseveranstalter, sind wir trotz eigener Wünsche und deutlich mehr Flexibilität unter 10.000 Euro für zwei Personen geblieben. Dafür erhalten wir eine private Safari mit eigenem Fahrer und Guide, ausgewählte Unterkünfte, eine Zugfahrt durchs Land sowie einen anschließenden Strand- und Tauchurlaub am Diani Beach.
Ein großer Kostenpunkt ist dabei ein ganz besonderes Hotel im Tsavo-West-Nationalpark. Hier haben wir uns bewusst etwas gegönnt. An anderen Stationen haben wir dagegen eher auf einfache, aber gut bewertete Unterkünfte gesetzt, sodass sich die Kosten insgesamt wieder etwas ausgleichen.
| Bisher gebucht | Kosten enthalten |
|---|
| ✓ Flüge | 2200€ |
| ✓ Safari | ca.1400€ |
| ✓ Unterkünfte | ca. 2000€ |
| ✓ Zugfahrt | ca. 20€ |
| Gesamt | ca. 6.000 € |
Nicht enthalten sind Verpflegung, Trinkgelder, Nationalparkgebühren und Ausflüge.
Warum wir uns für Juli und August als Reisezeit entschieden haben
Zum einen ist uns natürlich durch die Sommerferien ein gewisser Zeitrahmen vorgegeben worden. Tatsächlich zählen Juli und August zu den beliebtesten Reisezeiten für eine Safari in Kenia – und das aus gutem Grund.
Zu dieser Zeit herrscht Trockenzeit. Die Temperaturen sind angenehm warm, die Luftfeuchtigkeit ist vergleichsweise niedrig und es fällt nur wenig Regen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 20 und 30 Grad, wobei es am Meer wärmer sein wird als im Land und nachts auch deutlich abkühlen kann.
Da viele Wasserstellen austrocknen, versammeln sich die Tiere häufiger an den verbleibenden Gewässern. Das erhöht die Chancen, Elefanten, Giraffen, Löwen, Büffel, Zebras und viele weitere Wildtiere zu beobachten.
Gleichzeitig ist uns bewusst, dass Juli und August zur Hochsaison gehören. Die Unterkünfte waren deshalb teilweise schon viele Monate im Voraus ausgebucht und auch die Preise liegen deutlich höher als in der Nebensaison.
Unsere Reiseroute durch Kenia
Frankfurt- Nairobi- Lake Naivasha- Nairobi – Tsavo West – Mombasa- Diani Beach/ Ukunda – Mombasa- Frankfurt
Unsere Reise beginnt mit dem Flug von Frankfurt nach Nairobi, wo wir am Abend landen werden. Nach einer ersten Übernachtung in einem Bed & Breakfast lernen wir am nächsten Morgen unseren persönlichen Guide und Fahrer kennen, der uns während der Safari begleiten wird.
Unsere erste Station ist die Region rund um den Lake Naivasha, die etwa drei Autostunden von Nairobi entfernt liegt. Dort verbringen wir drei Nächte. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Fahrradsafari durch den Hell’s Gate National Park, die Besteigung des Lions Hill sowie eine Bootssafari nach Crescent Island. Auf der unbewohnten Insel möchten wir eine Walking Safari unternehmen und den Wildtieren einmal ganz ohne Fahrzeug begegnen.
Nach den Tagen am Lake Naivasha kehren wir für eine Übernachtung nach Nairobi zurück. Von dort aus starten wir am nächsten Morgen gemeinsam mit unserem Guide zur längeren Fahrt in den Tsavo-West-Nationalpark. Auch hier bleiben wir bewusst drei Nächte, um ausreichend Zeit für Pirschfahrten und Tierbeobachtungen zu haben. Mit etwas Glück werden wir dort viele der bekanntesten Tiere Afrikas entdecken – darunter Giraffen, Elefanten, Nashörner, Löwen, Zebras, Büffel und Nilpferde sowie zahlreiche weitere Wildtiere.

Nach der Safari wechseln wir das Verkehrsmittel: Mit dem Madaraka Express fahren wir quer durch Kenia bis nach Mombasa. Schon die Zugfahrt selbst ist für uns Teil des Reiseerlebnisses, da wir das Land einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen möchten.
Von Mombasa aus geht es schließlich weiter an den Diani Beach. Dort lassen wir die Reise entspannt ausklingen – mit viel Zeit am Strand, beim Schnorcheln und natürlich beim Tauchen. Der Rückflug nach Deutschland startet ebenfalls von Mombasa, sodass wir die letzte Etappe unserer Reise ganz ohne lange Rückfahrt genießen können.
Impfberatung und Gesundheitsfürsorge
(April – Mai 2026)
Auch das Thema Gesundheit wollten wir vor der Reise nicht dem Zufall überlassen. Auf Empfehlung unserer Freunde vereinbarten wir deshalb einen Termin in der Impf-und Reisemedizinische Beratung der Ruhr Universität Bochum.
Da wir bereits vor unserer Weltreise 2018/19 viele empfohlene Reiseimpfungen erhalten hatten, sind wir einfach schon sehr gut geschützt. Nach einem Blick in unsere Impfpässe stellte der Arzt genau das auch fest. Trotzdem nahm er sich viel Zeit für eine ausführliche Beratung und erklärte uns die aktuellen Empfehlungen für Kenia.
Letztendlich entschieden wir uns für eine Typhus-Impfung. Außerdem ließen wir uns eine Malaria-Prophylaxe in Tablettenform verschreiben.
Je nach Reiseroute und persönlicher Situation können außerdem Impfungen gegen Gelbfieber, Polio, Diphtherie sowie Hepatitis A und B sinnvoll sein.
Unsere Erfahrungen ersetzen natürlich keine medizinische Beratung. Welche Impfungen sinnvoll sind, sollte immer individuell mit einer reisemedizinischen Praxis oder dem Hausarzt besprochen werden.
PS: Im Juni haben wir auf Empfehlung des Arztes bereits jeder eine Malariaprophylaxe-Tablette zur Probe genommen, um zu sehen, wie wir sie vertragen. Fazit: Es gab keine Probleme, sie sind gut verträglich.
Kenia eTA beantragen – Kosten, Bearbeitungszeit und unsere Erfahrungen
(Mai 2026)
Seit 2024 benötigen Reisende für die Einreise nach Kenia kein klassisches Visum mehr, sondern eine Electronic Travel Authorisation (eTA). Diese muss vor Reiseantritt online beantragt und genehmigt werden. Ohne eine gültige eTA verweigern Fluggesellschaften in der Regel bereits das Boarding.
Die kenianischen Behörden empfehlen, die eTA mindestens drei Werktage vor der Abreise zu beantragen. Da es in der Hauptreisezeit jedoch zu längeren Bearbeitungszeiten kommen kann, würden wir empfehlen, den Antrag mindestens vier Wochen vor Reisebeginn einzureichen. So bleibt genügend Zeit, falls noch Unterlagen nachgereicht werden müssen. Frühestens ist eine Beantragung übrigens drei Monate im Vorhinein möglich. Diese Möglichkeit haben wir genutzt und die eTa war noch am gleichen Abend bei mir im E-Mail-Postkasten.
Beantragt wird die eTA online über das offizielle Portal der kenianischen Einwanderungsbehörde. Oben rechts könnt ihr eure eigene Sprache auswählen.

Für den Antrag benötigt ihr in der Regel:
- einen Reisepass (mindestens noch sechs Monate gültig)
- ein aktuelles Passfoto oder Selfie
- die Flugbuchung
- die Buchungsbestätigung der ersten Unterkunft
- sowie eine Kreditkarte oder ein anderes akzeptiertes Zahlungsmittel
Die eTA hat für uns beide zusammen rund 50€ gekostet.
- Unser Tipp: Beantragt die eTA ausschließlich über das offizielle Portal der kenianischen Einwanderungsbehörde. Im Internet finden sich zahlreiche Vermittlungsseiten, die für denselben Antrag deutlich höhere Gebühren verlangen, ohne einen schnelleren oder besseren Service zu bieten.
Checkliste: Das haben wir für unsere Kenia-Reise gekauft
(Juni/Juli 2026)
Viele Reiseutensilien hatten wir bereits zu Hause. Für unsere erste Safari in Kenia mussten wir die Packliste aber trotzdem noch um einige Dinge ergänzen.
Sonnen- und Mückenschutz
Ganz oben auf der Einkaufsliste standen Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und ein DEET-haltiges Mückenspray. Für Reisen in Malariagebiete wird diese Wirkstoffkombination häufig empfohlen.
Zusätzlich haben wir uns das Nobite Kleidung-Imprägnierspray besorgt, mit dem wir unsere Kleidung bereits vor der Reise behandeln konnten. Zusammen mit unserer ärztlich verschriebenen Malaria-Prophylaxe hoffen wir, während der Reise so bestmöglich geschützt zu sein.
Kleidung für die Safari
Für Pirschfahrten packen wir vor allem lange, leichte Hosen und luftige Oberteile in gedeckten Farben ein. Sie schützen vor Sonne, Staub und Insekten und sind gleichzeitig angenehm zu tragen. Ein Sonnenhut gehört für uns ebenfalls unbedingt ins Gepäck.
Schuhe & praktische Extras
Für die meisten Safaris reichen bequeme Sneaker aus. Da wir im Hell’s Gate National Park auch wandern möchten, haben wir zusätzlich Wanderschuhe eingeplant. Außerdem kommt vorsichtshalber ein eigenes Moskitonetz mit ins Gepäck – für den Fall, dass in einer Unterkunft keines vorhanden ist.

Jetzt kann die Reise starten
Nach fast einem Jahr Planung und zahlreichen Änderungen steht unsere Route endlich fest. In wenigen Wochen beginnt unser Kenia-Abenteuer und wir können es kaum erwarten, das Land vom König der Löwen endlich selbst zu entdecken.
Wir sind gespannt, welche unserer Vorbereitungen sich in der Praxis bewähren werden und freuen uns schon darauf, nach der Reise unsere Erfahrungen mit euch zu teilen.
Jetzt seid ihr dran: Habt ihr bereits eine Safari in Kenia gemacht? Gibt es etwas, das auf eurer Packliste auf keinen Fall fehlen durfte oder einen Tipp, den ihr uns unbedingt mit auf den Weg geben würdet? Schreibt eure Erfahrungen gerne in die Kommentare – wir freuen uns auf den Austausch!









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