Krümel's grosse Reise

Sydney in zwei Tagen mit Kind

Ankunft, Einreise und erster Eindruck

Nach einem völlig unspektakulären 10-stündigen Silvesterflug ( kein Sekt, keine Raketen, keine Bemerkungen seitens des Piloten) kommen wir in Sydney an. Entgegen alldem, was wir vorher gehört haben, verläuft die Einreise problemlos. Wir haben auf der Arrival Card wahrheitsgemäß angekreuzt, dass wir etwas aus Holz dabei haben (Opinel Taschenmesser) und keine Lebensmittel. Wir machen uns darauf gefasst, dass uns neben dem gewöhnlichen Prozedere noch Taschenöffnen etc. bevorsteht. Aber nichts. Es läuft ein Schnüffelhund an uns vorbei und dann fängt uns ein Beamter auf dem Weg zum Gepäckband ab, checkt unsere Arrival Card, stellt ein paar Fragen und drückt uns einen grünen Stempel drauf. Wir werden in die Reihe “nothing to declare” gewunken und schon stehen wir draußen auf australischem Boden. Hier ist gerade Hochsommer. Wir merken es.
Wir bestellen ein Taxi über Uber und bekommen mit Samuel nicht nur einen netten Taxifahrer, sondern einen Tourguide gleich dazu. Er versorgt uns mit einer Menge Tipps. Unser erster Eindruck von Sydney: Wow! Ist das alles groß, sauber und ordentlich hier!

Pässe und Arrivalcards

Unser Hotel

Nach wenigen Minuten erreichen wir unser Hotel, das ibis budget im Stadtteil St.Peters.  Es liegt direkt in der Einflugschneise des Airports. Direkte Nachbarn sind KFC und McDonalds. Ansonsten gibt es noch einen Park, ein Einkaufszentrum, das in 20 Minuten zu Fuß zu erreichen ist  und einen Bahnhof. Das Zimmer ist klein, aber nicht so klein, wie befürchtet. Es steht ein Doppelstockbett darin. Die Nasszelle erinnert an die, die uns im Wohnmobil erwarten wird, bloß etwas komfortabler. Die Toilette wird nicht zwangsläufig nass, wenn man duscht, bloß der Boden davor. Warum wir hier wohnen?  Es ist mit seinen 85 Euro pro Nacht, die man in dieser Zeit zahlen muss, im Vergleich zu allem anderen, was wir gefunden haben, wirklich billig und wir werden sowieso meistens draußen sein.


Wir haben guten Anschluss an die Bahn, bezahlt wird hier für gewöhnlich mit der opal-card, die bekommt man kostenlos und muss sie dann aufladen. Man loggt sich am Abfahrtsbahnhof oder Fährterminal ein und am Ziel aus. Alternativ geht es auch mit der Kreditkarte kontaktlos.
In Sydney sind Lebensmittel unglaublich teuer, selbst die heimischen Produkte. Auswärts essen gehen kostet ein Vermögen, Ausnahmen sollen einige Asiaten (hier leben viele von ihnen) und Pizzerien sein. Da wir nach einem Mal Mc Donalds genug von Fastfood haben, versorgen wir uns die nächsten Tage mit Salaten, Brötchen und Wurst aus dem Supermarkt (es gibt hier ALDI!). Im Frühstücksbereich-und Aufenthaltsraum des Hotels dinieren wir. Das Frühstück, bestehend aus Cornflakes,Toast, Rosinentoast (darauf steht man wohl in Australien), Joghurt, Marmelade und Mini Pancakes, schlägt mit 9 Dollar zu Buche. Es ist optional.

Sydney Park und Spielplatz Nr. 1

Wir erkunden die Gegend zu Fuß und landen im Sydney Park. Eine große grüne Parkanlage, hier sind viele Jogger unterwegs und es gibt einen großen Spielplatz. Was ich absolut klasse finde und was uns in Sydney überall begegnen wird sind: öffentliche, kostenlose und saubere Toiletten, Wasserspender und freies Wlan!  Der Krümel powert sich aus, dann gehen wir ins Bett. Der Flug hat uns geschlaucht.

Tag 1: Opera House bis botanischer Garten

Am nächsten Morgen – wir haben tatsächlich die Frühstückszeiten verschlafen … – sind wir erst gegen 11 Uhr draußen. Wir bekommen sofort die senkrecht auf unsere Köpfe scheinende Sonne zu spüren – eine Wucht. Hier setze sogar ich mir freiwillig eine Cappy aufs Haupt. Mit dem Zug sind wir nach wenigen Stationen im Zentrum am Circular Quay. Der Hafen, in dem täglich Kreuzfahrtschiffe anlegen, wimmelt nur so von Menschen. Wir gehen zunächst Richtung Opernhaus. Auf dem Weg dahin haben wir einen guten Blick auf die Harbour Bridge. Man kann die ganzen Bridge Climber gut erkennen wie sie da über den Bogen laufen. Das ist bestimmt ein Spaß, fällt für uns aber weg, da Kinder erst ab 8 Jahren hoch dürfen.

Harbour Bridge Sydney


Dann stehen wir vor dem Sydney Opera House. Wahnsinn! Wir sind wirklich hier! Ich weiß nicht genau, warum mich das gerade beinahe sentimental werden lässt, aber dieses Wahrzeichen erinnert mich an die Pläne und Träume, die ich als Jugendliche kurz vorm Abitur hatte. Auf der einen Seite wollte ich immer ein Austauschjahr oder ein Jahr Work &Travel machen, auf der anderen Seite aber auch wieder nicht. Vielleicht war ich damals einfach noch nicht bereit für die große weite Welt. Heute bereue ich es schon fast. Jedenfalls hatte ich eine Zeit lang u.a. Australien als mögliches Ziel im Kopf. Es kam mir immer so unerreichbar fern vor und jetzt stehen wir hier mit Menschen aus aller Welt! So unfassbar!!!!


Ehrlich gesagt hätten wir uns dieses architektonische Wunderwerk etwas größer vorgestellt. Gleich nebenan beginnt der Botanische Garten. Er ist wunderschön und riesengroß. Wir verlassen den Hauptweg und bestaunen für uns unbekannte Bäume und andere Pflanzen und genießen den Schatten, den sie spenden. Auch hier gibt es wieder überall Trinkwasserspender!

Darling Harbour und Spielplatz Nr. 2

Und dann machen wir uns auf zum größten (Wasser) Spielplatz in Sydney. Er liegt im Darling Harbour Viertel. Es gibt viele Restaurants und Bars, in denen die Eltern sitzen können, während die Kinder sich vergnügen. Natürlich kann man aber auch auf der Wiese picknicken. So etwas haben wir noch nicht gesehen, ein wahres Kinderparadies. Und das scheinen nicht nur wir gefunden zu haben. Meine Güte, ist das voll hier! Die Bilder zeigen, womit der Krümel die nächsten zwei Stunden beschäftigt ist. Zum Glück ist es mittlerweile recht bewölkt, so lässt es sich aushalten. Als es Abend wird und wir aufbrechen wollen, haben wir große Probleme den Krümel davon zu überzeugen. Er will so gerne noch bleiben. Können wir morgen direkt wiederkommen???

Tag 2: Schwimmen im Olympic Pool

Es gibt ein öffentliches Schwimmbad mit einem 50-Meter- Außenschwimmbecken direkt neben der Harbour Bridge und dem Luna Vergnügungspark, es heißt North Sydney Olympic Swimming Pool. Hier hat schon so mancher Olympia-Schwimmer trainiert. Der Pool ist unser erstes Ziel am nächsten Morgen, endlich mal wieder ein paar Bahnen ziehen!  Es gibt zwei Salzwasserbecken: einen Kinderpool mit Sonnensegel und das große Schwimmerbecken. Dieses ist unterteilt in verschiedene Bahnen: slow, medium und fast lane. Diese sind wiederum unterteilt in welche für Brust-und Kraulschwimmer. Es herrscht wie auf der Straße auch Linksverkehr. Wow! Das könnten sie in Bochum ruhig auch mal einführen. Wir sind absolut begeistert von der Organisation. Für die Duschen muss man extra bezahlen, das ist wohl Usus in Australien. Nach dem Frühsport geht es dann auf nach Manly Beach. Der Fähranleger Milsons Point ist direkt am Schwimmbad, auch hier verkehren public transport Schiffe.

Manley Beach und Spielplatz Nr. 3

Vom Hafen aus läuft man durch eine hübsche Einkaufsstraße, die gesäumt ist mit Pubs, die hier hotels heißen, Souvenirläden und Restaurants. Und dann stehen wir, die gerade noch in der Stadt waren, am Strand und blicken aufs Meer. Ganz schön viele Wellen kommen da auf uns zu.  Ein sehr schöner weißer Sandstrand, aber auch sehr, sehr voll. Menschen, wohin das Auge sieht. Schatten? Fehlanzeige! Entweder man bringt seinen eigenen Schirm etc. mit oder man wird gnadenlos von der Sonne gegrillt.


Direkt an der Promenade ist allerdings ein Grünstreifen mit ein paar Bäumen und Picknicktischen, immer wieder mal kommt ein Spielplatz. Und nach einem kleinen Snack geht es auch genau dorthin. Es ist ein Inklusionsspielplatz. Soetwas haben wir nie zuvor gesehen: es gibt eine Schaukel speziell für Rollstuhlfahrer, ebenso ein Karussell und einen Picknicktisch, dem auf einer Seite die Bank fehlt und ein Rollstuhlfahrer heranrollen könnte. Großartig!

Fazit Sydney

Sydney du tolle Stadt, du hast uns begeistert und sofort in deinen Bann gezogen und das, obwohl du als Ziel eher aus der Not heraus geboren warst. Wir brauchten etwas, um den langen Weg von Thailand  nach Neuseeland abzukürzen. Und mit Sydney haben wir einen Glücksgriff gemacht. Es heißt, dass sie von allen australischen Städten die am weitesten fortgeschrittene Stadt ist und das will ich gerne glauben. Egal, ob es das Bahnfahren betrifft oder die Spielplätze, es ist einfach ein gut durchdachtes System. Es ist überall extrem sauber. Es gibt alle paar Meter Refill-Stationen/Wasserspender und eine kostenlose,saubere Toilette ist auch immer in der Nähe. In einer Mall habe ich eine Toilettenkabine extra für Mütter mit Kinderwagen gesehen. Ich könnte die Liste jetzt noch unendlich weiterführen.

Alles, was wir in unserer Zeit hier gemacht bzw. gesehen haben, war (zufällig) völlig kostenfrei. Wir haben keine Eintrittsgelder gezahlt, lediglich im Schwimmbad und natürlich den ÖPNV. Jedenfalls waren die 2,5 Tage viel zu wenig für diese großartige Stadt. Gerne hätten wir auch noch das Power House Museum und den Tongaro Zoo besucht und uns Paddington angesehen. Beim nächsten Mal…

Wie seid ihr ins neue Jahr gekommen? Über den Wolken wie wir oder doch eher zuhause mit Freunden, auf einer großen Silvesterparty oder im Urlaub? Berichtet uns gerne davon in den Kommentaren!

Wir sind für die nächsten Wochen jedenfalls in Neuseeland zu finden.

Krümel

3 Kommentare

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  • Huhu Liebes,

    Es ist Wochenende und ich darf noch etwas liegen bleiben und habe somit Zeit in Ruhe die neuesten Artikel zu lesen

    Sydney ist auch ein Traum von mir und irgendwann werde ich auch dort sein.

    Der Wasserspielplatz sieht toll aus aber wir haben hier auch so etwas Im Maximilianpark in Hamm reihen sich Spielplätze an Spielplätze (Normale und Wasser) aneinander. Alle in einem Top Zustand und ein Paradies für Kinder
    Also nur so als Tipp für euren nächsten Ausflug im Sommer daheim

    Das mit dem Schwimmbad würde ich mir hier auch wünschen.
    Die Bilder sind alle total klasse und machen nur noch mehr Lust auf Australien bzw Sydney.

    Ich freue mich schon auf die Berichte aus Neuseeland…

    P.S. Mutter-Kind Toiletten also auch mit Buggy bzw Kinderwagen gibt es unter anderem auch im Ruhrpark, RRZ, Essen und den meisten größeren Zentren. Leider fehlen nur häufig die Hinweise darauf…

    • Hallo Biene,
      das mit den Toiletten ist ja interessant, ist mir bisher tatsächlich nicht aufgefallen. Aber gut, dass es soetwas auch bei uns gibt!
      Oh ja, in den Maximilianpark wollten wir schon immer mal, haben wir bisher nie geschafft, müssen wir diesen Sommer unbedingt angehen!

  • Hallo ihr Lieben,
    du hast mit wahnsinnig Lust auf Sidney gemacht, mit diesen Fotos und den Texten. Wer weiß, vielleicht komme ich eines Tages dahin!? Allerdings schreckt mich der lange Flug ziemlich ab.
    Besonders interessant finde ich die Sache mit dem Inklusionsspielplatz (klar, als Sonderpädagogin). Hast du evtl. die Schaukel fotografiert? Würde ich gerne mal sehen.
    Ich habe Silvester mit den Jungs bei meiner Schwester in der Voreiffel verbracht. Es war schön, die Kinder haben sich gut verstanden.
    Jetzt haben wir absolut graues, nasses, kaltes Januarwetter. Richtig fies, 0 Sonnenstunden/Tag und das schon etwas länger. Also genießt die Sonne doppelt!
    Viele liebe Grüße

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