Krümel's grosse Reise

Reisetransfer mit Reisebus und Co in Thailand

Die Wege des Herrn sind unergründlich, die der Thais auch. Wie wir auf wundersame Weise immer wieder und das auch noch pünktlich an unseren Zielen ankamen, ist uns ein Rätsel. Über unsere Transfererlebnisse mit Reisebus, Fähre und Co in Thailand wollen wir euch heute kurz berichten, um euch einen kleinen Einblick zu geben.

Der Ticketkauf

Mal angenommen, du möchtest mit Bus und Fähre von einer Insel zur anderen. Du gehst also in einen der zahlreichen Touristenshop/Reisebüros und kaufst dir ein Ticket. Alle relevanten Daten werden auf einem Block notiert, der Kunde bekommt einen Durchschlag und bezahlt. Elektronische Datenverarbeitung? Fehlanzeige! Trotzdem: es läuft.

Der Reiseablauf

Am nächsten Tag oder eben zu deinem Wunschdatum wirst du am Hotel vom Taxi/Minibus abgeholt und zu einem Bus-Sammelplatz gebracht. Dort wimmelt es nur so von anderen Reisenden. Gehst du zum Informationsschalter steht dein Name tatsächlich auf einer der vielen Listen – wie ist er da nur hingekommen? – du kriegst einen farbigen Aufkleber in die Hand gedrückt und eine Busnummer genannt. Der Aufkleber ist für dein Gepäckstück. Jedes Ziel hat eine andere Farbe. So weit, so gut. Irgendwann fahren Busse auf den Hof, deine Busnummer wird aufgerufen. Ab diesem Zeitpunkt fangen sich die Farben der Kofferaufkleber das erste Mal an zu mischen. Gegebenenfalls sind ihre Besitzer schon am Ziel, wenn sie aus dem Bus steigen oder betreten eine andere Fähre als du. Das ist die Erklärung für die verschiedenen Farben. Auf der Fähre wird die Markierung dann noch einmal interessant, denn in all dem Chaos scheint es doch ein System zu geben. Diejenigen, die zuerst das Schiff verlassen werden -sofern mehrere Inseln angesteuert werden- müssen ihr Gepäck anderswo abstellen, als die anderen.

Snacks gibt es überall

Oft ist das Reisen mit viel Wartezeit an den einzelnem Stationen verbunden, man kann aber immer und überall nach Thai-Manier was zum Snacken kaufen. Nicht selten kommen Busladungen von Menschen auf einmal an. Wann und wie es weitergeht, weiß man in den seltensten Fällen. Was man weiß, ist, wann man laut Plan am Ziel ankommen sollte. Und erstaunlicherweise  hat es immer pannenfrei funktioniert. Sowohl unser Gepäck als auch wir blieben unversehrt.

Als wir es einmal in umgekehrter Folge gemacht haben, also zunächst mit der Fähre gefahren sind, um dann in den Bus umzusteigen und wir am Ziel-Pier erst einmal orientierungslos herumliefen, hatte uns schnell eine Dame von der Busgesellschaft erspäht und leitete uns zielsicher zu einem alten, klapprigen Reisebus. Unser Gepäck wurde verladen und ehe wir uns versahen, saßen wir im Bus und knatterten los. Hey, einen Moment mal, ich hatte mich auf einen Aufenthalt eingestellt und wollte noch eine Flasche Wasser kaufen. Zu spät…

You get what you pay for

Wir hatten alles, von modernen Bussen bis zu schrömmeligen Kähnen. Wie sah es mit der Vertrauenswürdigkeit aus? Naja! Manche Busfahrer sind wie die letzten Henker gefahren, andere sehr gesittet. Da es in den Bussen aber so schön warm war und geschaukelt hat ohne Ende, bin ich immer gleich eingeschlafen und habe nicht viel mitbekommen. Letztendlich sind wir immer heile angekommen und ein bisschen Risiko ist eben bei solchen Reisen dabei. Wenn man sich darauf nicht einlassen kann, muss man entweder zu Hause bleiben oder sich einen teuren Privatfahrer suchen.

Ein Transfer ist uns allerdings ganz besonders im Gedächtnis geblieben. Es handelt sich um die etwa einstündige Fahrt von Krabi nach Koh Lanta. Ein super Schnäppchen sollte es sein, war es finanziell gesehen im Vergleich zu anderen Anbietern auch wirklich. Allerdings wurden wir – und das auch noch mit Verspätung- von einem Van abgeholt, in dem schon mindestens 12 Fahrgäste mit Unmengen an Gepäck saßen. Ich hätte den Kleinbus für voll erachtet, nicht so der Fahrer. Er fand auch für uns noch ein Plätzchen, im nicht vorhandenen Kofferraum. Die Füße auf dem Gepäck, links und rechts, vor und hinter uns Gepäck, folglich kaum Bewegungsfreiheit. Der Krümelpapa musste deshalb mit 50 Grad geneigtem Kopf sitzen. Wir saßen wirklich verdammt eingepfercht, schön war es nicht, aber gemäß des Mottos: you get what you pay for. Das gehört eben auch zum Reisen im Ausland dazu. Und ich kenne Menschen, die können euch noch ganz andere Geschichten erzählen….

Unsere Wege

Vielleicht interessiert es jemanden, welche Transfergesellschaften wir für welche Ziele genutzt haben. Ich liste sie für euch noch einmal auf:

  • Songserm Fährgesellschaft: Koh Tao nach Koh Phangan
  • Krabi Transfers: Krabi Airport nach Koh Lanta
  • Lomprayha: Krabi nach Koh Lanta
  • Air Asia/Raja Ferry: Koh Phangan nach Bangkok über Flughafen Surratani
  • Princess of Aonang: Koh Lanta nach Krabi mit LKW-Transfer zum Hotel

Wenn ihr mögt, berichtet uns gerne von euren Thai-Transport-Erlebnissen in den Kommentaren.

Kruemel

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