Krümel's grosse Reise

Von Insel zu Insel mit Hindernissen

Kinderfreundliches Picton

Da wir unsere gewünschte Fähre um 9 Uhr morgens wegen technischer Probleme bei der Wunschfährgesellschaft  nicht bekommen, sondern erst nachmittags eine bei der Konkurenz, haben wir ein paar Stunden Aufenthalt in Picton. Was tun?
Wir parken nahe am Fähranleger und schlendern Richtung Zentrum. Zunächst kommen wir an einer niederländischen Bäckerei vorbei, hier soll es „ordentliches“ Brot geben. Und das vermissen wir so sehr. In Neuseeland gibt es für gewöhnlich Toastbrot in allen Varianten, aber ein Vollkorn-oder Sauerteigbrot? Fehlanzeige! Wir haben Glück und bekommen ein Sauerteig-Körner-Brot und noch eines vom Vortag zum halben Preis. Weiter geht’s. Mit dem Ort sind wir schnell durch, da gibt es nichts Besonderes. Am Hafen winkt allerdings schon der nächste Spielplatz mit einem majestätisch aussehenden Holz-Spielschiff. Wieder einmal eine ganz tolle Idee! Wahnsinn, was sie den Kindern/ Familien hier oft bieten und das immer in einem 1a Zustand und kostenlos. Da könnten sie sich in Deutschland wahrhaftig eine Scheibe von abschneiden. Hinter dem Holzkahn gibt es einen kleinen Wasserspiel- und Kleinkinderbereich. Wir halten uns eine ganze Weile hier auf.
Gleich hinterm Spielplatz befindet sich übrigens das Eco World Aquarium & Wildlife Rehabilitations Centre. Das ist aber nicht unser Ziel, denn uns ist noch etwas Anderes ins Auge gefallen, worauf ich auch schon mal über Socialmedia-Kontakte aufmerksam gemacht wurde: ein kleiner gemeinnütziger Sail&Rail -Verein hat hier eine kleine Landschaft mit See, Wasserfall und Eisenbahnschienen aufgebaut. Auf dem Wasser können Kinder kleine Holzsegelschiffe fahren lassen. Und wer mag, kann sich auf einer kleinen Bahn sitzend zwei Runden über den Platz fahren lassen. Und beides für je 20 Cent! Drinnen kann man noch eine Modelleisenbahn bewundern. Die Familienfreundlichkeit bzw. das Angebot für Familien hat das ansonsten sehr langweilige Picton gleich wieder im Ansehen steigen lassen.  Die Zeit vergeht wie im Flug. Und schwups die wups müssen wir den Krümel loseisen und auch schon zur Fähre aufbrechen. Dabei passieren wir übrigens noch einem Minigolfplatz.

Zwischen den Inseln

Wir fahren mit Bluebridge von Picton/Südinsel nach Wellington/Nordinsel. Normalerweise eine Sache von 3 Stunden. Wir brauchen heute doppelt so lange, weil erstens ein Motor ausgefallen ist und zweitens starker Wind hinzu kommt. Um 21.30 Uhr legt das Schiff auf der Nordinsel an. Wir fahren heute nirgendwo mehr hin und campieren nach Absprache auf dem Parkplatz der Fährgesellschaft direkt am Hafen. Wir dürfen bis 6.30 Uhr am nächsten Morgen bleiben, dann müssen wir den Platz räumen, da der Betrieb losgeht.

Wellington

Ziemlich verschlafen fahren wir dann ein paar Meter weiter zum ausgewiesenen Camping-Parkplatz im Hafen. Heute ist Sonntag und damit Markttag. Und der lohnt sich. Ein Genuss für Augen, Nase und Geschmacksnerven gleichermaßen. Unmengen an frischem Obst und Gemüse, in bester Qualität und zu hervorragenden Preisen werden angeboten. Darüber hinaus gibt es von Straßenmusikern etwas auf die Ohren. Es gibt Bäckerstände mit wunderbarem Vollkornbrot und von den Streetfoodständen riecht es unglaublich verführerisch. Nach einem kleinen Einkauf geht es für uns ins Nationalmuseum Te Papa. Ehrlich gesagt, sind wir nach dem Museumsbesuch etwas enttäuscht. Es wird immer so hoch gelobt, wie interaktiv und kinderfreundlich es ist. Ja, es waren einige ganz nette und anschauliche Dinge zu sehen, aber insgesamt hat uns z.B. das Canterbury Museum in Christchurch besser gefallen. Es war kurzweiliger und nicht so textlastig. Die Children-Discovery-Bereiche fanden wir im Gegensatz zu den herausragenden Spielplätzen in Neuseeland sogar sehr einfallslos.  Da wir aber sowieso nicht DIE Museumsgänger sind, wollen wir uns aber lieber zurückhalten mit unserer Meinung. Nach ca. 2 Stunden Museum haben wir dann lieber noch ein bisschen Wellingtoner Luft an der Promenade geschnuppert. Der erste, aber ziemlich kurze Eindruck von Wellington und damit für uns von der Nordinsel ist ein guter.

Autos über Autos

Am nächsten Tag stoßen wir zufällig auf ein weiteres, sehr lohnenswertes Museum des Landes – das Southward Car Museum. Was wir dort erlebt haben, habe ich in einem Gastbeitrag bei den Weltwunderern beschrieben. Zum Artikel kommt ihr  hier.

Kruemel

Kommentar

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  • Mag es daran liegen, dass der Bereich mit der Naturgeschichte im Te Papa gerade umgebaut wird? Wir fanden das Museum fantastisch, waren allerdings zuletzt 2011 drin

    LG
    Jenny